Leipzig, 6. September 2010
Kammersänger Bernd Weikl wird Ehrenmitglied der Richard Wagner Gesellschaft Leipzig 2013 e.V.
Der dramatische Bariton gehört nicht nur zu den renommierten und gefragten Vertretern seines Stimmfaches, sondern auch zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten der inter nationalen Opernszene. Er ist promovierter Ökonom, Ehrendoktor, Honorarprofessor, Kammersänger der Staatsopern Wien, Hamburg und München sowie Ehrenmitglied der Staatsoper Wien.
Im Mai diesen  Jahren hat er in Kaiserslautern Verdis „Falstaff“  inszeniert und die Titelpartie übernommen.

Leipzig, zum 13.2.2010

Die Richard Wagner Gesellschaft Leipzig 2013 e. V.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Wagnerfreunde,

Wir möchten Sie über anstehende Termine und Neuigkeiten der Leipziger Richard Wagner Festtage 2010 informieren.  Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Programm der Leipziger Wagner Festtage 2010

„Wagner - eine Baustelle in Leipzig“ - unter diesem Titel beginnen am Sonntag, dem 16. Mai 2010, die diesjährigen Leipziger Wagner Festtage. Die Eröffnungsveranstaltung in Kooperation mit der naTo führt wieder auf den Fockeberg, den Leipziger „Grünen Hügel“. Dort soll bis 2013 ein festes Spielhaus für Wagners Opern entstehen. In diesem Jahr ist eine Baustellenbesichtigung geplant, nachdem im letzten Jahr schon der Grundstein gelegt wurde.

Als ein weiterer Höhepunkt der Festtage ist am Donnerstag, dem 20. Mai 2010 ein Jazzkonzert mit dem LeipJAZZig-Orkester im großen Ballsaal der Schaubühne Lindenfels vorgesehen - Titel des Konzerts ist: "Die Meisterspieler - Opern ohne Worte" Die Leitung hat Stephan König.

Die Hauptveranstaltung der Festtage ist dann am Freitag, dem 21. Mai, geplant - als Konzert im „Westwerk“ im Leipziger Stadtteil Plagwitz (Karl-Heine-Straße 93). Unter der Leitung von David Timm, der auch Leipzigs Universitätsmusikdirektor ist, soll dabei mit einer ganz eigenen "Walküre" in den 197. Geburtstag Wagners hineingefeiert werden. Im Anschluss an das Konzert wird dann zu später Stunde noch zu einem Festivalklassiker, der Wagner-Lounge, eingeladen. Wie immer hat sich Vereinsmitglied Axel Thielmann Gäste eingeladen, mit denen er über Wagner - im weitesten Sinne - sprechen will. Zwischendrin gibt’s Wagner-Klänge der ganz speziellen, improvisierten Art.

Wie jedes Jahr müssen die Festtage finanziert werden. Wir hoffen auf Förderung durch die Stadt Leipzig und durch Sponsoren und möchten uns für das bisher Geleistete bei dieser Gelegenheit auch bedanken. Durch die angespannte finanzielle Lage der Kommunen und die anhaltende Wirtschaftskrise sind die Aussichten auf Förderung naturgemäß nicht rosig. Deshalb haben wir uns in einem Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, gewandt und ihm unsere Lage geschildert. Wir sehen die Planbarkeit der Festtage in Gefahr, wenn Finanzierungszusagen nicht nur spärlich, sondern zunehmend auch zu spät gegeben werden. Eine professionelle Planung der Festtage ist dann kaum noch möglich. Wir sind auf das Wohlwollen der Künstler angewiesen, sehen aber, dass wir dieses Wohlwollen nicht über Gebühr strapazieren können. Wir gehen aber trotz allem davon aus, dass es nicht nur unser Vereinsinteresse, sondern auch das Interesse der Stadt Leipzig ist, die Wagner-Festtage bis 2013 als einen wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens durchzuführen. Im Jubiläumsjahr sind die Festtage, die ja immer vor dem Geburtstag Wagners stattfinden, sicherlich besonders gern gesehen, weil sie sich auf unverkrampfte, originelle Weise mit dem Komponisten in seiner Geburtsstadt auseinandersetzen und darüber hinaus Werke präsentieren, die in Leipzig (zu) lange nicht gespielt worden sind
(2005: Der fliegende Holländer, 2007: Die Meistersinger von Nürnberg, 2013: Der Ring des Nibelungen).

Am Schluss noch ein Hinweis auf die Leipziger Richard Wagner Festtage 2011. Sie sind vom 15. Mai bis zum 22. Mai 2011 geplant.


Richard Wagner Gesellschaft jetzt Mitglied im Richard Wagner Verband International

Seit Jahresende ist die Richard Wagner Gesellschaft Leipzig 2013. e. V. Mitglied im Richard Wagner Verband International. Der Verband umfasst 136 Verbände mit rund 37.000 Mitgliedern, darunter auch der Richard Wagner Verband Leipzig e. V., was uns besonders freut. Dadurch wird die Zusammenarbeit der Leipziger Wagner-Vereine gefördert und das gemeinsame Anliegen dokumentiert. Denn Ziel ist ja immer auch die kritische Auseinandersetzung mit dem Werk Wagners, die Verständigung darüber und die Verbreitung des Werks, was natürlich besonders in Wagners Heimatstadt Leipzig gilt.


Richard Wagner Gesellschaft für gutes Erscheinungsbild nominiert

Zum zwölften Mal lobte der Freistaat Sachsen den Sächsischen Staatspreis für Design aus. Nominiert wurde das Design der Richard Wagner Festtage 2009 in der Kategorie Erscheinungsbild, das von Gestaltungsagentur KOCMOC.NET in Leipzig entworfen wurde. Hier der Link zur Homepage der Agentur: http://www.kocmoc.net/kocmoc2004/home/projekte/kulturwerbung/wagnergesellschaft/index.php?seite_ID=10.


Wagner Hymne

Zum Schluss noch der Text der Wagnerhymne, die zu den Leipziger Wagner Festtagen 2009 unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller uraufgeführt wurde. Der Text stammt von dem Leipziger Lyriker Andreas Reimann; die Komposition vom Leipziger Musiker Stephan König.

Wo der bärlauch wächst, der zähe,
droben auf dem trümmerberg,
preisen wir in höchster höhe
wagner, das gesamtkunstwerk.

Ja, wir loben´s, das versteht sich,
so wie er es selber tat.
Doch der grüne hügel bläht sich
gänzlich kahl in seiner stadt.

Noch steht nackt der grüne hügel,
streifte auch vor zeiten schon
der versöhnung milder flügel
diese stadt und ihren sohn.

Denn der wagner zog die lehre
aus dem mangelnden applaus,
strich das revolutionäre
seiner jugend einfach aus.

Kunst braucht gunst, und nicht nur können.
Doch auch der, der gar nichts kann,
wird umsonst um bares flennen.
Also, künstler, streng dich an!

Du musst singen silbertönig,
bist du wie die stadt verarmt,
dass eventuell ein könig
sich auch deiner einst erbarmt.

Natürlich wird die Wagner-Hymne zu den Leipziger Wagner Festtagen 2010 wieder erklingen.

Mit besten Grüßen
Die Richard Wagner Gesellschaft Leipzig 2013. e. V.

 

Zeit |Überall Concert, überall Publikum I 25.02.2010

«Hamburg hat Brahms und Düsseldorf Schumann, Bayreuth Wagner, Eutin Carl maria von Weber, und Kassel hat Spohr.[...] Leipzig aber - Leipzig hatte sie alle! All die großen Komponisten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts haben hier studiert oder komponiert, gastiert oder referiert.»  



Leipzig, zum 07.4.2010

Winterstürme wichen dem Wonnemond

in mildem Lichte leuchtet der Lenz;

            (Siegmund in der „Walküre“, I. Aufzug)


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Wagnerfreunde,


anbei erhalten Sie unser neues Mitteilungsblatt. Wir möchten Sie über die Vereinsarbeit, anstehende Termine und Neuigkeiten der Leipziger Richard Wagner Festtage 2010 informieren. Beachten Sie bitte auch unsere Internetseite http://www.wagner-festtage.com. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Vorstandswechsel bei der Richard Wagner Gesellschaft Leipzig 2013. e. V.

Philipp J. Neumann gibt aus beruflichen Gründen seinen Vorsitz an den Leipziger Universitätsmusikdirektor David Timm ab. Ralf Richter wird zum Schatzmeister ernannt.

Dem neugewählten Vorstand gehören nunmehr an: David Timm, Evelin Krüger, Philipp J. Neumann, Dr. Thomas Lipp, Edwin Ilg, Stefan Petraschewsky, Ralf Richter.

David Timm wurde 1969 in Waren (Müritz) geboren. Er war Mitglied des Leipziger Thomanerchores. Nach dem Studium der Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, u.a. bei Prof. Hannes Kästner, Prof. Arvid Gast (Orgel), Prof. Volker Bräutigam (Improvisation), absolvierte er ein Meisterklassenstudium Klavier in Leipzig bei Prof. Markus Tomas, das er 1996/97 durch einen Studienaufenthalt am Mozarteum Salzburg bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling ergänzte und 1999 mit Auszeichnung abschloss.

Von 1999–2006 war David Timm musikalischer Leiter des Leipziger Vocalensembles in der Nachfolge von Christoph Georg Biller und gründete 1999 gemeinsam mit Frank Nowicky die LeipzigBigband. Seit 2005 ist er Leipziger Universitätsmusikdirektor und damit Leiter des Leipziger Universitätschores. Mit Projekten wie der „c-moll-Messe“ von Mozart in der ergänzten Fassung von Robert D. Levin sowie mit der konzertanten Aufführung von Wagners „Fliegendem Holländer“ und den „Meistersingern von Nürnberg“ konnte er Akzente setzen.

Zu seinem regen musikalischen Engagement gehören Rundfunkproduktionen, CD-Veröffentlichungen sowie die erfolgreiche Tätigkeit als Arrangeur für das Mendelssohnorchester Leipzig, die LeipzigBigband, Bobby McFerrin, und das Gewandhausorchester Leipzig. Als Gastdirigent arbeitete er u.a. mit dem Händelfestspielorchester Halle/Saale sowie dem mdr-Sinfonieorchester zusammen.

Vorausblick auf die Wagner Festtage Leipzig 2010

Die Wagner Festtage beginnen am Sonntag, 16. Mai 2010 und enden am Pfingstmontag, 24. Mai 2010, u. a. mit folgenden geplanten Veranstaltungen.

16. Mai 2010

- Eröffnung auf dem „Grünen Hügel“

Die Eröffnung ist wie immer auf dem Fockeberg, Leipzigs „Grünem Hügel“. Hier soll bis 2013 ein Festspielhaus entstehen. Unter dem Motto „Wagner, eine Baustelle in Leipzig“ ist eine Baustellenbesichtigung geplant. Dazu wird das Rundfunk-Blasorchester Leipzig musizieren.

20. Mai 2010

- Doppelabend mit musikalischem Vortrag und Konzert in der Schaubühne Lindenfels

Dariusz Szymanski, bekannt für seine legendären Werkeinführungen, spricht über den Bürgerschreck Wagner. Er beschreibt sein Vorhaben so: „In diesem Vortrag wird es darum gehen, einen neuen Blick auf Wagner zu werfen, der ein neues Hören möglich macht. Wir benutzten dazu die „schwarze Romantik“. Das war eine Kulturströmung, die in der Leidenschaft zum Tode, im Wahnsinn, im Sex, in Drogen - also in ausgesprochen Chaotischem, Unbürgerlichem einen gangbaren Weg zur Weisheit fand. Gesund ist und war das nicht! Und besonders vorbildhaft auch nicht, sagen wir mal klar raus, es verdirbt die Jugend. Dadurch wird es aber für die Jugend erst recht sexy. Und für alle, die im Herzen jung geblieben sind. Ich werde diese narkotisch wahnsinnigen Züge der Wagnerschen Musik und Poetik herausarbeiten, in dem Glauben, dass wir das Gefährliche an großer Kunst nicht zu-, sondern im Gegenteil aufdecken sollten. Außerdem sollte man mit dem Gegensatz „Große Kunst“ „Unterhaltungskunst“ vorsichtig sein. Ich werde Funktionsweisen in Wagners Ästhetik aufzeigen, die bis heute in (billigen) Horrorfilmen zu finden sind. Überhaupt wird uns die Frage angehen: Wie funktioniert Horror? Wie funktioniert Wagners Musik? Die ist auch Horror für viele, Stichwort: Da sind ja gar keine Melodien drin; das ist nur laut, lang und langweilig. Somit eignet sich der Vortrag für alle diejenigen, die mit Wagner bisher wenig anfangen konnten. Ganz schön viel für eineinhalb Stunden Vortrag! Vielleicht wird einiges wegfallen. Auch gefällt mir das Wort „Vortrag“ nicht, es klingt so trocken, und trocken soll es nicht werden. Nun, lassen wir es beim „Vortrag“ und haben unseren Spaß dabei.“


Im zweiten Teil des Abends spielt das LeipJAZZig-Orkester unter Leitung von Stephan König „Opern ohne Worte“.

21. Mai 2010

- „R(h)einfeiern mit „Walküre“ und Wagner-Lounge im Westwerk Leipzig

Am Vorabend des Geburtstags Richard Wagners soll der erste Aufzug der „Walküre“ erklingen. Das hat in Leipzig Tradition. Schon Gewandhauskapellmeister Franz Konwitschny hat den ersten Aufzug der „Walküre“ in den Großen Konzerten des Gewandhausorchesters dirigiert. Hier steht David Timm am Pult des Mendelssohnorchesters.

Die Wagner-Lounge wird diesen Vorabend des Geburtstags mit Gästen, anregenden Gesprächen und musikalischen Einlagen vervollständigen. Durch diesen Teil des Abends führt Axel Thielmann.
 














Leipzig, zum 19.05.2010

Nach der erfolgreichen Eröffnung auf dem Fockeberg finden die nächsten Veranstaltungen im Rahmen der Wagner Festtage Leipzig 2010 am Donnerstag, 20. Mai ab 19.00 Uhr in der Schaubühne Lindenfels und am Freitag, 21. Mai ab 20.30 Uhr im Westwerk, Karl-Heine-Str. 93 statt.